Das römische Imperium ist im Aufruhr, der Senat streitet sich, einflussreiche Familien schachern um gute Positionen und Generäle mit ihren Legionen mischen auch noch mit rum. Die Barbaren fallen auch noch Ă¼berall ein. Und hat sich da eben etwa auch noch ein Gebiet vom römischen Imperium losgesagt??? Das schreit nach einem neuen Imperator!
Deckbuilding mit Brett auf dem intrigiert, ausgebaut, marschiert und gekämpft wird. Es gibt drei Währungen die fĂ¼r unterschiedliche Aktionen ausgegeben werden können und auf den Karten sind auch noch unterschiedlichste Aktionen zusätzlich mit drauf.
Es ist ein Wettrennen um Punkte und die längste Zeit auf dem Thron. Konfrontation ist Haupttagungspunkt. Es gilt sein Deck zu verbessern, möglichst viele Gebiete zu besitzen und die auch noch irgendwie gegen Angriffe auf zwei Ebenen durch die Mitspieler und einfallende Barbarenhorden zu verteidigen. Und man darf sich auch noch aussuchen was man nachzieht...bis nur noch Schrott im Nachziehdeck ist den man grad so gar nicht gebrauchen kann :D
Hat mir sehr gut gefallen, die Runde von gestern hat sich auch direkt auf ne Revanche verständigt, ich bin gespannt ob es dann nochmal nen Schritt nach vorne macht und meinen bisherigen Deckbuilder-Eroberer "A Handful of Stars" vom Thron stoĂŸen kann. Bisher 8/10
BrĂ¼gge mit Erweiterung
Das wurde ja in letzter Zeit dauernd und mit Begeisterung in der Gruppe gespielt, da war ich natĂ¼rlich neugierig. Man zieht Karten in unterschiedlichen Farben und die Karten ermöglichen einem dann gewisse Aktionen die entweder Kosten oder Wirkung in Abhängigkeit der Farbe haben. Mit den Aktionen baut man in BrĂ¼gge Kanäle, Gebäude, lässt in die Gebäude Personen einziehen und heuert Handlanger an. Alles gibt irgendwie Siegpunkte, aber manches doch ein biĂŸchen effektiver. Manche Karten funktionieren auch besonders gut mit manchen anderen Karten zusammen. Geld sollte sehr rar sein, wars durch eine gute Kombo meiner Karten ab der Mitte eher nicht.
Die Erweiterung fĂ¼gt nen fĂ¼nften Spieler hinzu, gibt noch eine Zusatzoption beim Kanäle bauen und jede Runde ein "Event", dass ein paar Mal benutzt werden kann.
Alles in allem ein schönes Spiel, dass einem eine Menge Möglichkeiten bietet, dabei aber auch ein wenig einschränkt und durch WĂ¼rfel und Karten ziehen auch teilweise etwas unplanbar. Wenn ich ne Persönlichkeit spiele die rote Häuser haben will, brauch ich rote Karten um rote Handlanger zu kriegen mit denen ich dann weitere rote Karten in rote Häuser umwandeln kann. ...blöd nur, wenn man Ă¼ber die nächsten drei Runden nur eine einzige rote Karte kriegt.
Hat trotzdem SpaĂŸ gemacht und Ă¼ber kurz oder lang gleicht sich sowas ja Ă¼blicherweise auch immer aus. WĂ¼rd ich problemlos nochmal spielen: 7/10
Love Letter mit Erweiterung
Thematisch gehts darum sich bei Adligen einzuschleimen und die anderen Schleimereien "aufzudecken" um am Ende entweder als letzter oder mit dem hochrangigsten Adligen "verbĂ¼ndet" zu sein.
Ich fand Love Letter als Absacker immer super. 3-4 Spieler sind 15-30 Minuten beschäftigt und währenddessen hat man geknobelt, gewitzelt, Zufälle gefeiert und taktiert.
Die Erweiterung ändert das total. Die Kartenzahl wird verdoppelt, die maximale Spieleranzahl auch und schon braucht man zu acht locker 2 Stunden bevor die Partie vorbei ist.
Hat auch SpaĂŸ gemacht, ist aber komplett anders und bei der Länge wĂ¼rde ich tendentiell eher was mit mehr Tiefgang anstreben und so kriegt die Erweiterung zum 8/10 Grundspiel leider nur 7/10.
Pioneers
Pioniere machen sich auf in den Wilden Westen, natĂ¼rlich per Postkutsche. Wir organisieren diese Postkutschfahrten und versuchen BedĂ¼rfnisse von Städten zu erfĂ¼llen um so ein Wege und Einflussnetz aufzubauen um möglichst viele Punkte abzusahnen.
Weihnachtsgeschenk von den Schwiegereletern und die beweisen mal wieder eine gute Hand. Letztes Jahr haben sie mich mit Scythe instant total aus den Socken gehauen, diesmal das Spiel ausgepackt und erstmal keine Ahnung gehabt was da vor mir ist. Queen Games ist ein Verlag von dem ich vieles mag. Einfache Regeln, einfaches aber solides Spielmaterial...und dann hat man da manchmal ganz schöne Knobelbrocken. Bewertung auf BGG 7,2 und noch nie was von gehört...ich bin gespannt.
Gestern also Regeln inhaliert (super easy aber ausfĂ¼hrlichst erklärt) und los gehts. Geld nehmen, Kram kaufen, Kutsche fahren und einen aussteigen lassen und dessen Spezialaktion nutzen. Danach noch rumfragen ob noch einer wen aussteigen lassen will. Klingt einfach, ist es eigentlich auch, wenn nur das Geld nicht ultra-knapp wäre, die anderen in ne Richtung fahren wo man eigentlich gar nicht hin will und auch nie die Passagiere in Reichweite sind, die man eigentlich vor hatte zu setzen.
Wie bei BrĂ¼gge musste man sich sehr auf die aktuelle Situation einlassen und "das beste draus machen", allerdings ist im Gegensatz zu BrĂ¼gge der Kram Ă¼berhaupt nicht zufällig und unvorhersehbar, sondern rein abhängig von den Mitspielern, so dass man sich durch umsehen schon Gedanken machen kann wer wohl wen wo abliefern will.
Trifft sehr meinen Geschmack und macht aus wenigen Regeln mal wieder viel Denksport. Das könnte mit den nächsten Partieen sogar noch steigen, aber erstmal kriegts ne 8/10 mit Tendenz nach oben.
Dead Drop
Gestern abend noch mal kurz auf den Tisch gebracht und es gefällt mir besser und besser. So einfach in Spielmaterial und Regelwerk und hat trotzdem Gedächtnis, Kombinieren und Logik en Masse. Neben Dead Mans Draw mein liebster Absacker, deswegen wirds um einen Punkt aufgewertet: 9/10
